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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Nach der gestrigen Runde im K Club wollten wir heute wieder Linksgolf spielen. Wir hatten uns dafür einen kleinen Club in Donabate ausgesucht. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, kam dann die erste Überraschung als wir mittags zum Auto kamen.

Eine Parkkralle verzierte unser rechtes Vorderrad, weil wir kein Parkticket gezogen hatten. Das „Knöllchen“ von 80€ sollte man gleich mit Kreditkarte zahlen. Nach der Abbuchung kam in der nächsten Stunde jemand um dieses Gerät zu entfernen. In der Wartezeit boten uns 4 Iren unabhängig von einander ihre Hilfe an und wollten uns der Kralle entledigen. Wir lehnte dankend ab, musste dann aber unsere Startzeit telefonisch verschieben.

Bei leichtem Nieselregen trafen wir bei Corballis Golf Links ein und erfuhren heute was es heißt, wenn der Wind einem mit gefühlten 100km/h um die Ohren saust. Wir meldeten uns in dem kleinen Gebäude am Platz, das Proshop und Rezeption in einem war. Ein Clubhaus gab es nicht. Wir zahlten unsere 25€ Greenfee und gingen nach einem kurzen Warm Up auf die Runde, getreu dem Motto „Pay and play“. Corballis Golf Links ist wohl der einzige öffentliche Linksplatz in Irland.

Wir starteten mit einem 131m Par 3 Richtung Meer. Schon hier war die Schlägerwahl aufgrund der Windverhältnisse nicht einfach. Mit meinem Eisen 8 lag ich auf dem Grün und spielte nach zwei Putts das Par. Doch näher am Meer angekommen peitschte uns der Wind ordentlich um die Ohren.

Corballis Golf Links

Das dritte Loch ist mit Index 1 geratet. In weiser Voraussicht schlug ich schon mit dem Eisen 5 ab. Ein hoher Draw wurde von dem Wind Richtung Meer gedrückt, sodass ich erst gar nicht in der Dünenlandschaft zu suchen begann. Auch die anderen Abschläge waren wie vom Winde verweht. Nach dem 4. Ball hatte ich die Hoffnung wenigstens einen der Bälle zu finden, was dann auch der Fall war, trotzdem notierte ich eine 10 auf der Bahn. Zum Glück erging es Basti ähnlich, so dass doppeltes Leid als geteiltes Leid durchging. Die Überwindung 30-40m rechts neben der eigentlich Spielbahn, Richtung Düne vom Abschlag anzuhalten muss man auch erstmal aufbringen. Aber schon nach wenigen Bahnen war klar, dass der Score heute nur nebensächlich ist. Es erinnerte alles eher an einen riesen Spielplatz auf dem Golf gespielt wird. Dennoch waren die Fairways und Grüns in einem guten Pflegezustand. Die Dünenlandschaft vergab jedoch nichts. Bälle, die die schmalen Fairways verfehlten, wurden vom Rough verschlungen. So dicht und hoch war das Gras in den Dünen. Sollte man glücklicherweise doch mal seinen Ball finden, ist es eine große Herausforderung den Ball wieder auf die Bahn zu bekommen.

Auf der 7 spielte auch Philipp zum ersten Mal einen zweistelligen Score auf einer Bahn, wobei Basti und ich mit unseren Achten auch nicht besser bedient waren und das auf einem 237m Par 4. Aber diesmal kann man echt den Wind als Entschuldigung gelten lassen und nicht nur als Ausrede.

Die Bahnen 9 und 10 waren Par 3 Löcher in entgegen gesetzte Richtungen. Auf beiden Bahnen maßen wir ca. 170m zur Fahne mit unseren Laser. An der Neun hatten wir Gegenwind, sodass wir alle ein Eisen 4 oder Hybriden in der Hand hatten, womit wir auch pinhigh lagen. Die Zehn wiederum durfte mit Rückwind gespielt werden. Hier benötigten wir lediglich ein Eisen 8 bzw 9. Es zeigte sich also deutlich, welche Wirkung der Wind auf unser Spiel hatte. Die 12. Bahn kreuzte die Erste und führte am Proshop vorbei. Ich wollte gerade einen Abstecher hinein machen um mir viele und günstige Bälle zu kaufen. Zu hoch war der Ballverlust nach 11 Löchern. Basti meinte aber, er habe genug in den Dünen gefunden und könne mir welche abgeben.

Corballis Golf Links

Wir hatten noch 4 Bahnen zu spielen als sich zu dem Wind auch noch ein gigantischer Platzregen gesellte. Es regnet so sehr, dass meine Regenhose dem Wasser nicht mehr Stand halten konnte. Innerhalb weniger Minuten stand der komplette Platz unter Wasser. Jedoch ließen wir uns davon nicht unterkriegen, sondern zogen die Runde durch, auch wenn hin und wieder mal ein Schläger bei Schwingen durch die Finger rutschte.

Die 14 teilte sich ein Fairway mit der 18 und die 15 mit der 16. Selbst der Regen konnte uns diesen tollen Gang über diese endlos großen Fairways nicht vermiesen. Jedoch waren wir etwas erleichtert als sich die Runde dem Ende neigte zumal langsam die Dunkelheit einsetzte. Zu viele Bälle mussten wir spielen und zu viele davon suchen. Da wir aber alleine auf weiter Flur waren, gab es keine Probleme mit Spielgeschwindigkeiten. Mit Scores von 93, 111 und 116 verabschiedeten wir uns von dem 4349m kurzem Par 66 Course. Aber wir hatten viel Spaß und das ganze war ein tolles Abenteuer, das jeder mal erleben sollte, der in der Region Dublin unterwegs ist. Da der Platz direkt am Meer liegt, kann man zudem wunderschöne Aussichten und die Meeresluft genießen.

Unterstützt von: Irland Information Tourism Ireland

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