27.04.2018 - 04:34 Uhr

Seit Aristoteles mit seinem Wanderstab auf dem Weg nach Athen das Gewölle einer Eule ins Meer schlug, die als Begleiterin der Göttin Athena bereits in den Fabeln des Äsop für ihre Klugheit gelobt wurde, gilt die Welt der Golfer als letzte Bastion humanistischer Bildung, was wir bereits in mehreren Folgen unserer kleinen Reihe der "Golfethnologischen Betrachtungen" ausgeführt haben.

Der städtische Verwaltungsbeamte Lothar Uhl war allgemein als gutmütiger Zeitgenosse bekannt. Er war kein Mann der großen Worte. Seine Fähigkeit, während eines Telefonats tief und fest einzuschlafen, betrachteten seine Vorgesetzten als Zeichen besonderer Ausgeglichenheit.

Nachdem Finanzoberinspektor Arno Buchmacher dank der stadtbekannten Domina Elke Machnitzke die süßen Qualen eines Masochisten kennen und schätzen lernte, führte sie ihn als Höhepunkt einer gemeinsamen Lustreise in einen Proshop, um die Utensilien ultimativer Demütigung zu erwerben.

Die Eurokrise hat die Golfclubs erreicht. In den Hungerküchen der Clubrestaurants stehen die Spieler nach dem Turnier Schlange. Jugendliche im Titleist-Styling spielen statt einem ProV1x immer öfter gebrauchte Crane-Bälle; der Greenkeeper wurde durch ein Schaf namens „Emma“ ersetzt.

Diese Momentaufnahme zeigt Herrn und Frau Tollkirsch. Sie hat sich gegenüber seinem Vorschlag, einen gemeinsamen Schnupperkurs zu besuchen, verschlossen gezeigt und als störrisch erwiesen, weshalb er mit seiner Geduld fast am Ende ist. Frau Tollkirschs Gegenvorschlag, in einen Swingerclub zu fahren, damit ihr toller Tiger endlich mal wieder die Wutz rauslässt, führt bei Herrn Tollkirsch nicht zur erhofften Resonanz. Die Argumente sind ausgetauscht, die Getränke werden schal, aber niemand will nachgeben. Jetzt befinden sich die Tollkirschens in einer echten Putt-Situation. Wie die Sache ausging, war bei Redaktionsschluss noch offen.


 

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 © by Eugen Pletsch, 2011

Nachdem Karl-Heinz Schröck anlässlich der Seniorenclubmeisterschaft im GC Bauernburg  von einem Mitbewerber mit "breitärschiger Fettsack" tituliert wurde, überkam ihn am alles entscheidenden 18. Abschlag das große Zittern, was sich als kontraproduktiv für den weiteren Spielverlauf herausstellen sollte. Der in jeder Hinsicht fiese Max Donar konnte die Clubmeisterschaft auf diese Weise für sich entscheiden. Merke: Bist Du böse und gemein, bringst du die beste Runde rein!
 

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© by Eugen Pletsch, 2011, Cartoon: Peter Ruge

Da Jens-Erich Manitzke sein "Handbuch des Golfsports" nur bis zum Kapitel "Der Rückschwung" studiert hatte, geriet er ins Stocken und verharrte in der Endposition. Aber war es nicht Bobby Jones, der einst sagte, dass ein Amateur nie langsam genug schwingen könnte?
Drum merke: Wer beim "Halten in der Endposition" Spinnweben ansetzt, hat alles richtig gemacht!

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Text: © by Eugen Pletsch, 2011 Cartoon: Peter Ruge
 

Am Donnerstag dem 20.1.2011 fahre ich zur Golf- & WellnessReisen 2011 nach Stuttgart. Zack. Mit der Bahn. Leider werde ich erst mittags ankommen und daher eine wichtige Diskussion verpassen.

Aus aktuellem Anlass, in eigener Sache und im Namen aller, die noch Ohren haben und hören …

Wenn ich an Ho Lin Wan denke, überfluten mich Erinnerungen an meine alte Heimat. Ich sehe lebhafte Bilder aus einem vergangenen Leben: die eindringlichen Farben Tibets, der leuchtende Himmel.

Am Abschlag stehend, blicke ich in die Ferne. Würde ich nicht in die Ferne blicken, müsste ich jene Gruppe von übergewichtigen Männern betrachten, die etwa 150 Meter vor mir mit geradezu krimineller Energie versucht, einen Golfball aus einem Dornengebüsch zu kratzen.

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