29.11.2020 - 15:14 Uhr

Liebe Cybergolf-Besucher/Innen,
wer Cybergolf.de schon seit längerer Zeit besucht merkte bereits, dass ich die einstmals riesige Golf-Linksammlung an die Fische verfüttert habe und meinen (fast) sonntäglichen Blog habe ich auch vor etwa zwei Jahren eingestellt.

Golf-Links sind in Suchmaschinen mittlerweile aktueller zu finden und über Golf zu bloggen macht mir, (bis auf seltene Rückfälle) keinen Spaß mehr. Worüber sollte ich auch schreiben? Zum DGV fällt mir wirklich nichts mehr ein und der moderne Profi-Golfsport mit seinen zum Teil kriminellen Sponsoren verursacht mir geradezu Übelkeit. Golf-Übertragungen im TV sind todlangweilig geworden und Sky-Sport hat dafür gesorgt, dass GOLF aus der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verbannt wurde.

Das Golfspiel, wie ich es einst in Schottland kennenlernen durfte, ist längst von Trumpeltieren okkupiert.

Mehr als 20 Jahre habe ich versucht dagegen anzuschreiben, aber auch die fast 1000 Seiten Blogs, in denen ich die Golf-Szene mal garstig mal satirisch karikierte, habe ich mittlerweile weitgehend eingestampft. (Eine kleine Auswahl dieser Texte ist unter dem Titel „Notizen eines Barfußgolfers“ erschienen).

Die kleinen Golf-Seiten und Foren, auf denen bisweilen niveauvolle Diskussionen und fachkompetente Texte zu finden waren, haben aufgegeben, sei es wegen Datenschutzverordnungen oder weil jegliches Budget im deutschen Golf-Markt von den zwei Mainstream-Portalen abgeräumt wird. Egal ob es "Golf & Lifestyle-Portale" sind oder Golf-Seiten auf Facebook – es geht nur noch darum, 'Community' zu schaffen um Klicks zu produzieren, damit die Werbeagenturen die Geldtöpfe öffnen. Über Werbepartner habe ich mich natürlich auch gefreut, aber nicht um jeden Preis.

Dass Cybergolf.de in diesem Haifisch-Markt noch online ist, wundert niemanden mehr als mich. Cybergolf.de hat nach wie vor einige tausend Besucher im Monat, aber solange die keine Leserbriefe schreiben, wie das früher üblich war, habe ich keine Ahnung, wer sie sind und was sie suchen. Ich habe die dafür nötigen Google-Tools niemals angefasst, verwende kein Tracking, sammle keine Adressen und habe niemals einen Newsletter an meine Besucher/Innen verschickt, weil ich keine Lust habe, die Leute zuzumüllen. Auch von Facebook habe ich mich verabschiedet, was soll ich da?
Insofern habe ich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Aber wer das Golfspiel aus einem anderen Aspekt betrachten möchte, wer andere Informationen sucht, oder – nach einer Phase verbissenen Übens – darauf kommt, dass Humor und Leichtigkeit ein Grundpfeiler des Golfspiels sind, wird Cybergolf.de und meine Bücher früher oder später entdecken.

Meine Bücher sind eine Ansammlung absurder und grotesker Geschichten und für den Zeitgeist absolut ungeeignet. Und doch schrieben mir in den letzten 20 Jahren einige Leser/Innen, dass sie durch meine Fabeln und Schnurren einen anderen Zugang zum Spiel gefunden hätten.

Wer kein Risiko eingehen möchte, kann fast alle meine Bücher bei Amazon billigst gebraucht erwerben und wer den Autor, der in Corona-Zeiten keine Lesungen machen kann, unterstützen möchte, kann hier bestellen.

Ich weiß nicht, wie lange ich Cybergolf.de noch betreiben werde. Vielleicht findet sich jemand, der Cybergolf.de erwerben und erneuern möchte. Bis dahin lasse ich die meisten Bereiche online und poste Meldungen aus dem Amateursport, der Pro Golf Tour und Industrienachrichten, die ich nützlich finde.

Wer Beiträge hat, kann sie mir gerne schicken. Wer unsere Special Interest Plattform für seine Zielgruppe interessant findet, kann gerne unser Mediainfo anfordern. Ansonsten bleibt alles wie es ist, mal abgesehen davon, dass die Startseite weiterhin relativ wenig Bewegung zeigen wird.

Und persönlich? Na ja, ich spiele nach wie vor Golf, meist im Golfpark Winnerod, aber es gibt gesundheitliche Einschränkungen die dazu führen, dass mir nach 9 bis 11 Loch oft die Puste ausgeht. Wer die Gegend nördlich von Frankfurt besucht und Lust auf eine Runde hat, dem sei der Golfpark Winnerod als sportlicher Club mit einem öffentlichen Kurzplatz empfohlen. (Wenn es passt und ich es rechtzeitig weiß, kann es durchaus sein, dass ich 9 Loch mitgehe).

Jemand fragte mich kürzlich, welche Schläger ich mit der Erfahrung von mehr als 30 Jahren Golf spiele? Nun – die Zeiten, in denen ich pro Saison zwischen zwei oder drei gefitteten Edel-Marken hin und her pendelte, sind vorbei: Jetzt spiele ich mein „letztes Set“, einen Driver 12°, ein Fairway 18°, zwei Hybrids, die Eisen 7 und 9, drei Wedges und meinen JAG-Putter (der alle anderen überlebt hat).
An jedem Schläger klebt ein Stück Freundschaft, denn jeder Schläger wurde mir von einem Freund oder langjährigen Cybergolf-Partner geschenkt. Da ich fast nur noch Scramble und keine Turniere mehr spiele, kann ich meine Spielfähigkeit schlecht einschätzen, aber sofern ich mich an meinen Score pro Bahn erinnern kann, würde ich sagen: Nicht viel schlechter als früher, als ich mich als Turnier-Spieler noch so richtig verrückt gemacht habe…

Haltet die Bälle flach und bleibt gesund!

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

Anzeige

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.