25.07.2021 - 05:28 Uhr

Hanne Gerding und Christopher Huvermann gewinnen DM AK 30

Wiesbaden, 5. Juli 2021. Hanne Rieke Gerding vom Stuttgarter GC Solitude und Christopher Huvermann vom GC Hösel sind die neuen Deutschen Meister der Altersklasse 30. Im GC Pfalz setzte sich Gerding (74, 77, 74/+9) in einem dramatischen Finish mit einem Birdie auf der letzten Bahn in der Damenkonkurrenz gegen Vorjahressiegerin Nicola Rössler (Münchener GC) durch. Huvermann (73, 72, 70/-1) entthronte Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC) am dritten Extra-Loch eines spannenden Stechens.

Wer als Titelverteidiger zu einem großen Turnier reist, steht immer im Mittelpunkt und gehört stets zu den Favoriten. Bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse 30 auf der top präparierten Anlage des GC Pfalz waren Nicola Rössler (Münchener GC) und Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC) als amtierende Deutsche Meister angereist. An einem spannenden Finaltag mit eineinhalbstündiger Gewitterunterbrechung sah es kurz vor Ende so aus, als könnten beide ihren Coup aus dem Vorjahr wiederholen. Doch im Finish spielten sich plötzlich zwei Herausforderer in den Fokus – und damit zu Gold.

„Ich war in der Jugend öfter Vierte bei Deutschen Meisterschaften, eine Medaille habe ich noch nie gewonnen“, erzählte Hanne Rieke Gerding. Die 31-jährige Stuttgarterin war als Führende in den Finaltag gegangen, musste die Spitzenposition Mitte der dritten Runde allerdings an Rössler abgeben. Dann kam die letzte Bahn: „Von diesem Putt werde ich noch lange träumen“, schwärmte Gerding. Mit einem Schlag Rückstand auf die Münchenerin war sie ans Tee gegangen, stellte sich mit dem anvisierten Par-Score schon auf ein Stechen gegen ihre Konkurrentin ein, lochte dann aber ihren Putt aus rund 15 Metern über eine Welle des anspruchsvollen und schwer zu lesenden Grüns zum Birdie. Der Traum vom ersten Titel wurde wahr. „Ein unbeschreibliches Gefühl. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, was da eben passiert ist“, so Gerding nach der Siegerehrung. Mit gesamt +9 verwies sie Rössler (+11), die am Ende sogar noch ein Doppelbogey schreiben musste, und deren Teamkollegin Vicki Troeltsch (ebenfalls Münchener GC/+13) auf die Plätze zwei und drei.

Ähnlich spannend lief es in der Herrenkonkurrenz. Auf den letzten Metern öffnete Titelverteidiger Stefan Wiedergrün, der zum Auftakt in Runde eins eine starke 68 unterschrieben hatte, seinen Verfolgern ein Türchen. Der Höseler Christopher Huvermann nutzte seine Chance. Beide lagen nach 54 Löchern schlaggleich bei eins unter Par. Ein Playoff musste die Entscheidung über Gold und Silber bringen, während sich Julian Schinnenburg (Stuttgarter GC Solitude) Bronze sicherte.

„Ich habe schon öfter an Medaillenrängen geschnuppert, aber das hier ist mein erster deutscher Meistertitel. Das fühlt sich super an, zumal es ein sehr faires Duell auf einer Top-Anlage war“, so der 36-jährige Huvermann. In Runde eins des Stechens auf Bahn 18 gab es für beide Anwärter das Bogey, beim zweiten Durchlauf das Birdie. Also ging es ein drittes Mal auf die 18 – und diesmal setzte sich Huvermanns Par gegen Wiedergrüns Bogey durch.

Lob von allen Seiten gab es für Gastgeber GC Pfalz. Der Platz in Neustadt an der Weinstraße hatte vor eineinhalb Jahren ein aufwändiges Re-Design erfahren. „Bei uns muss man sehr präzise, geduldig und taktisch-klug spielen. Ich habe mit vielen Teilnehmern gesprochen und die meinten unisono, dass bei jedem Schlag höchste Konzentration gefragt sei“, so Michael Löffler. Der Präsident des Clubs betonte, dass der Parkland-Course nach dem Umbau sportlicher und noch besser geworden sei.

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