13.05.2021 - 10:24 Uhr

Viele Sport-Portale berichteten, dass Langer mit Trump Golf gespielt habe, um sich die Begnadigung eines verurteilten Steuerhinterziehers einzusetzen und manche finden das offensichtlich auch noch toll…

Ich las davon erst am 31.12. 2020 und es versetzte mir einen Schlag in den Magen. Warum macht der Heilige Bernhard, Idol der in die Jahre gekommenen Golfjugend, so etwas? Aus Nächstenliebe? Für einen Immobilienmogul??
Nicht für die Gefolterten in den US-Gulags, nicht für die Eltern, die an der mexikanischen Grenze ihre Kinder verloren, nicht für die endlose Liste der Strafvollzugs-Opfer der korrupten US-Justiz mit ihrem Hang zu Fehlurteilen?
Spätestens seit Langer den Schriftzug der obskuren Berenberg-Bank auf seinem Käppi trägt, ist mir der multimillionenschwere Fundi-Christ suspekt geworden, den ich als Sportler seit mehr als 30 Jahren bewundere.
Wenn er nun mit dem übelsten Betrüger des Golfsports auf die Runde geht, dann hat das einen guten Grund: Trump darf nochmal Gott spielen und Persil-Scheine und Begnadigungen an verurteilte Kriminelle verteilen: „While Trump has still not publicly accepted his defeat in the 2020 presidential election, he has begun to issue a spate of pardons. On Tuesday, he issued pardons to a group that included two convicted of crimes in connection with the Trump-Russia investigation, and four former Blackwater contractors convicted of killing Iraqi civilians.“ Quelle: The Intercept

Also, wenn das so ist und Herr Langer mit dem Corona-Massenmörder und Polit-Zombie Trump so Dicke ist – könnte er dann nicht nochmal mit Trump auf die Runde gehen, um sich auch für Julian Assanges Begnadigung einzusetzen?
Dem drohen nämlich nach Auslieferung in die USA 175 Jahre Haft, wenn man ihn bis dahin nicht schon zu Tode gefoltert hat, was derzeit etwa 120 Ärzte und Psychologen befürchten. Der Vater von Assange hofft auf Begnadigung durch Joe Biden, der aber selbst genug Leichen im Keller hat, um sich darauf einzulassen.
„Auch der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, hatte kürzlich schwere Vorwürfe gegen die Behörden in Großbritannien, Schweden, den USA und Ecuador erhoben. In seinen Augen wird an Assange ein Exempel statuiert, um Journalisten einzuschüchtern. Die Vorwürfe gegen den gebürtigen Australier hält er für konstruiert. Mehr als 130 Politiker, Künstler und Journalisten in Deutschland hatten sich ebenfalls für die Freilassung von Assange ausgesprochen.“ Quelle (ml/wa (dpa, rtr, afp)

Ob unter den 130 Politiker, Künstler und Journalisten in Deutschland auch nur ein einziger Golf/Sport-Journalist ist, weiß ich nicht.

Mit besten Wünschen für 2021

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

Free Assange!

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